Kinderkrippe in Hamburg-Altona - Eure ersten Schritte in unserer Kita
Bei den Küstenkindern begleiten wir Kinder von Anfang an. Unsere Krippe in Hamburg-Altona nimmt Kinder zu Eurem Wunschdatum ab dem zweiten Lebensmonat auf – in kleinen, altersgleichen Gruppen, mit festen Bezugspersonen und einer Pädagogik, die dem Kind vertraut, bevor sie etwas von ihm verlangt.
Ab wann können Kinder bei uns starten?
Wir nehmen Krippenkinder das ganze Jahr über bei uns auf, zu Eurem individuellen Wunschtermin. Die meisten Kinder starten mit 10-11 Monaten bei uns, aber wir haben auch Erfahrung in der Betreuung von Babies und nehmen Kinder ab dem 2. Lebensmonat auf. Wann ihr und Euer Kind startklar seid, entscheidet ihr! Wir unterstützen Euch gerne, den richtige Zeitpunkt für den Einstieg zu finden.
Die Betreuung läuft über das Hamburger Gutscheinsystem. Ihr bekommt euren Gutschein beim Hamburger Jugendamt – wir helfen euch gerne dabei, wenn ihr Fragen zum Ablauf habt.
Wie läuft die Eingewöhnung ab?
Eine Eingewöhnung dauert ca. vier Wochen – das ist der Zeitrahmen den der Kitagutschein vorgibt, um in der Kita anzukommen. Aber nicht nur, weil es eine Vorschrift ist, sondern weil es in fast allen Fällen ausreicht, wenn man es richtig macht.
Wir orientieren uns am Berliner Eingewöhnungsmodell, das einen gut etablierten zeitlichen Rahmen bietet. Dazu kombinieren wir gerne das partizipative Eingewöhnungsmodell. Das bedeutet: Ihr seid dabei und entscheidet mit. Euer Kind bestimmt das Tempo. Und wir schauen gemeinsam genau hin, wann es wirklich angekommen ist und bereit für den nächsten Schritt ist.
Zunächst besucht ihr unsere Kita gemeinsam und lernt Räume, Kinder, Erzieherinnen, Erzieher und alle Abläufe kennen. Ganz behutsamen üben wir kleine Trennungen, damit Dein Kind lernt, dass Du immer wiederkommst, wenn Du weggehst. Ein richtiger Abschied ist dafür ganz wichtig, dann ist das Wiedersehen um so größer! Die kleinen Trennungen werden langsam ausgedehnt, bis wie bei Eurer gewünschten Betreuungszeit angekommen sind.
Dazwischen passieren ganz viel spannende Dinge: Dein Kind löst sich ganz langsam von Deiner Seite und nimmt Kontakt zu anderen Kindern auf, es lässt sich das erste Mal von einer Erzieherin trösten, isst das erste Mittagessen bei uns und hält den ersten Mittagsschlaf mit seiner oder ihrer Gruppe.
Die Eingewöhnung übernimmt bei uns, wer eine enge familiäre Bezugsperson ist – das kann die Mutter sein, der Vater, eine Oma. Wir arbeiten mit der Familie, die da ist.
Was macht unsere Krippe besonders?
Bindung vor Bildung. Im ersten Krippenjahr liegt unser ganzer Fokus auf dem Thema Bindung. Positive (sichere) Bindungserfahrungen in der Kindheit geben Kindern auch später die Fähigkeit mit Belastungen gut umzugehen, sie unterstützt ein hohes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen und eine hohe Ich-Flexibilität sowie die Fähigkeit, ihre Impulse, Bedürfnisse und Gefühle dynamisch an den jeweiligen situativen Kontext anzupassen (Spangler/Zimmermann 1999).
Im weiteren Leben hat sie positiven Einfluß auf soziale Anpassungsfähigkeit als Erwachsene (Cassidy 1999). Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass die erste Eingewöhnung die wichtigste ist. Kinder nehmen diese positive Erfahrung mit und können sich neuen Bindungen vertrauensvoll öffnen. Es lohnt sich also in diese wichtige Lebensphase viel Zeit und Fürsorge zu investieren.
Wie entsteht eine sichere Bindung? Bindungen sind komplexe soziale Systeme. Uns hilft diese Bild: Die Bezugspersonen des Kindes bieten den sicheren Hafen, von dem aus es sich auf dem Weg macht die Welt zu erkunden (Exploration).
Die Zuverlässigkeit, mit der der sichere Hafen zur Verfügung steht und die Feinfühligkeit mit der das Kind beruhigt, begleitet aber auch herausgefordert wird, helfen dem Kind die Balance zwischen Bekanntem und neuen Erfahrungen zu finden. Dabei können verschiedene Bezugspersonen unterschiedliche Bedürfnisse stillen. Deswegen sucht sich bei uns das Kind seine Personen aus, zum Beispiel indem wir in einer Wickelsituation das Kind fragen und es die Möglichkeit hat mitzubestimmen, wer es wickelt.
Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf.
Das ist uns auch wichtig:
Altersgleiche Gruppen. Unsere Krippengruppen sind so zusammengesetzt, dass alle Kinder einen ähnlichen Entwicklungsstand haben. Das bedeutet: Der Tagesrhythmus, die Raumgestaltung, die Angebote – alles passt zu den Kindern, die tatsächlich da sind. Keine Kompromisse zulasten der Jüngsten.
Freie Bewegungsentwicklung nach Emmi Pikler. Wir geben Kindern den Raum, sich auf ihre eigene Art zu bewegen – ohne zu helfen, wo sie keine Hilfe brauchen, und ohne zu bremsen, wo sie bereit sind. Kinder in der Krippe sind keine kleinen Kindergartenkinder. Sie haben ihre eigenen Bedürfnisse, ihr eigenes Tempo.
Feste Bezugspersonen. Jedes Krippenkind hat bei uns eine feste, übersichtliche Gruppe und klare pädagogische Bezugsperson, die seinen Alltag kennen, seine Signale verstehen und seine Familie begleiten. Das ist keine Selbstverständlichkeit – für uns schon.
Inklusion von Anfang an. Wir sind eine inklusive Einrichtung. Kinder mit und ohne Unterstützungsbedarf gehören selbstverständlich dazu.
Ein Tag in der Krippe
Ankommen, Frühstücken, Spielen, Schlafen, Draußen sein – klingt einfach, ist es auch. Der Tagesablauf in unserer Krippe folgt einem verlässlichen Rhythmus, der den Bedürfnissen der Kinder entspricht. Feste Zeiten geben Sicherheit. Freiraum dazwischen gibt Entfaltung.
Auf unserem Küki – unserem Außengelände – verbringen wir so viel Zeit wie möglich. Auch die Kleinsten. Frische Luft, Bewegung, das Wetter erleben wie es ist. Gute Regenkleidung ist bei uns Pflicht. Drinnen-bleiben-wegen-Regen eigentlich nicht.
Praktisches auf einen Blick
Betreuung ab: 2. Lebensmonat
Aufnahme: ganzjährig
Öffnungszeiten: Mo–Do 7–17 Uhr, Fr 7–16 Uhr
Lage: Holstenstraße 156, 22767 Hamburg-Altona
Finanzierung: Hamburger Kita-Gutschein
Krippenplatz anfragen
Ihr möchtet mehr wissen oder euch auf unsere Warteliste eintragen lassen? Schreibt uns – wir melden uns schnell zurück und laden euch gerne zu einem Rundgang ein. So könnt ihr die Küstenkinder kennenlernen, bevor ihr eine Entscheidung trefft.
Quellen:
Ainsworth, M./ Blehar, M./ Waters, E./ Wall, S. (1978): Patterns of Attachment. A psychological study of the strange situation. New York: Hilsdale
Buchheim, A./ Becker-Stoll, F./ Daudert, E./ Kächele, H./ Lobo-Drost, A./ N.N./ Strauß, B./ Zimmermann, P. (2002): Untersuchung eines exemplarischen Falls mit unterschiedlichen Bindungsinterviewmethoden. In: Strauss, B./ Buchheim, A./ Kächele, H. (Hg.): Klinische Bindungsforschung. Stuttgart: Schattauer
Cassidy, J./ Shaver, P.R. (Hg.) (1999): Handbook of attachment. Theory, research, and clinical applications. New York: Guilford Press
Spangler, G./ Zimmermann, P. (Hg.): Die Bindungstheorie. Stuttgart: Klett-Cotta